Rettungskräfte haben auf der Westafrika-Route vor Lanzarote insgesamt 189 Menschen aus vier prekären Booten gerettet. Am Dienstag barg die Guardamar Urania 38 Personen östlich von La Graciosa, während die Salvamar Acrux später zwei Schlauchboote mit 46 und 43 Insassen aus Marokko sicherte. Am Mittwochmorgen folgten 62 weitere Personen.
Unter den Geretteten befanden sich zahlreiche Frauen und Minderjährige, darunter 18 unbegleitete Jugendliche. Zwei Männer mussten nach der Ankunft in Punta Mujeres aufgrund gesundheitlicher Probleme evakuiert werden. Die letzte Gruppe von 62 sub-saharischen Migranten wurde von einem Handelsschiff 89 Kilometer vor Órzola gesichtet und geborgen.
Die Koordination der Einsätze erfolgte durch das Notfallkonsortium von Lanzarote und Salvamento Marítimo. Alle 189 Personen wurden sicher an Land gebracht, wobei die letzte Gruppe am Mittwoch um 07:22 Uhr die Inselhauptstadt erreichte. Die Vorfälle unterstreichen die anhaltende Aktivität auf der gefährlichen Migrationsroute zu den Kanaren.