Spanien: Ärzte kündigen landesweiten Streik an

Ab Mitte Oktober protestieren spanische Ärzteverbände mit einem unbefristeten Streik gegen die geplante Reform des Rahmenstatuts.

Spaniens führende Ärzteorganisationen haben am Donnerstag einen unbefristeten landesweiten ab Mitte Oktober beschlossen. Die Arbeitsniederlegung richtet sich gegen die vom Gesundheitsministerium unter Mónica García vorangetriebene Reform des Rahmenstatuts. Das genaue Startdatum wird am Freitag bekanntgegeben, wobei der 14. oder 15. Oktober als Termine im Gespräch sind.

Hinter dem Protest steht das Streikkomitee, dem unter anderem die CESM unter Generalsekretär Víctor Pedrera sowie regionale Verbände wie AMYTS und Metges de Catalunya angehören. Erst am Vortag präsentierte sich die Unión Médica y Facultativa (UMYF), die rund 97.000 Mediziner und damit etwa 54 Prozent der Ärzte im staatlichen Gesundheitssystem vertritt, um eine spezifische Regulierung für Fachärzte zu fordern.

Das umstrittene Rahmenstatut regelt die Arbeitsbedingungen des Personals im nationalen Gesundheitssystem. Die Gewerkschaften fordern eine eigene gesetzliche Grundlage für Ärzte und Spezialisten, um deren Status zu verbessern. Trotz des unbefristeten Ausstands betonen die Verbände, dass die medizinische Notfallversorgung sowie unaufschiebbare Behandlungen für alle Patienten während des Streiks garantiert bleiben.


Verwandte Nachrichten

Gericht kippt Mindestdienst bei Ouigo-Streik

ING startet Private Banking in Spanien

Spanien: Neue Verkehrsregeln für Fußgänger

Reform der Witwenrente für Paare mit Kindern

Lehrerstreik in Madrid am zweiten Tag fortgesetzt