Das spanische Abgeordnetenhaus hat ein Dekret zur Regulierung von Lobbyismus abgelehnt. Die Ende August verabschiedete Regelung war weniger als einen Monat in Kraft. Die Parteien PP, Vox und Junts stimmten dagegen, während sich die PNV der Stimme enthielt.
Der Entwurf sah ein verpflichtendes Register beim Transparenzrat vor, das auch Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände umfasste. In drei Wochen gingen 300 Anträge und 3.000 Anfragen ein. Es war bereits der dritte gescheiterte Versuch einer Gesetzgebung.
Durch das Scheitern verliert Spanien 260 Millionen Euro an EU-Wiederaufbaumitteln. Insgesamt fehlen dem Land bereits 1,3 Milliarden Euro aus dem Next-Generation-EU-Fonds, da auch Reformen zur Dieselsteuer und zur Digitalisierung nicht umgesetzt wurden.