Die spanischen Agrarverbände Asaja, Coag und UPA haben am Freitag, den 18. September 2026, sofortige landesweite Mobilisierungen angekündigt. Grund für die Proteste sind die massiv gestiegenen Kosten für Kraftstoffe und Düngemittel inmitten der Erntesaison.
Die Kraftstoffpreise stiegen im Vorjahresvergleich um 48 Prozent, während Düngemittel infolge des Iran-Konflikts über 30 Prozent teurer wurden. Zudem läuft Ende September die staatliche Dieselsubvention aus, was die Betriebe während der Aussaat zusätzlich belastet.
Die Protestwelle knüpft an die europäische Agrarrevolte von 2023 an. Angesichts des EU-Mercosur-Abkommens und der Bedeutung von 4,5 Millionen Hektar Getreidefläche steht der Sektor unter erheblichem Druck, da Betriebskosten nun ein Viertel der Gesamtkosten ausmachen.