Fedea-Studie: Spaniens Rentensystem unter Druck

Ein neuer Indikator der Stiftung Fedea warnt trotz Reformen vor steigenden Defiziten und kritisiert optimistische Regierungsprognosen.

Die Stiftung Fedea schlägt einen neuen Indikator vor, der den Wert erwarteter Rentenleistungen mit den Lebenszyklus-Beiträgen vergleicht. Forscher der Universitäten Valencia und Extremadura analysierten dazu Daten aus dem Ageing Report 2024 der EU-Kommission.

Spaniens Indikatorwert soll von 1,34 im Jahr 2022 auf 0,90 im Jahr 2050 sinken, was eine verbesserte Nachhaltigkeit signalisiert. Fedea kritisiert jedoch die zugrunde liegenden makroökonomischen Hypothesen der spanischen Regierung als übermäßig optimistisch.

Trotz Reformen droht durch den Renteneintritt der Babyboomer ein Defizitanstieg von 2,5 Prozentpunkten des BIP. Die Studie bezeichnet zudem die prognostizierte drastische Senkung der Ersatzrate für Neurenten sowie die Annahmen zur Erwerbsquote als überraschend.


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