Die italienische Regierung hat am Dienstag eine erneute Verlängerung der Grenzkontrollen für Reisende aus Spanien um 15 Tage angekündigt. Die seit dem 1. August 2026 bestehende Aussetzung des Schengen-Abkommens erfolgt aufgrund einer Krise in Ceuta. Innenminister Matteo Piantedosi traf diese Entscheidung nach Beratungen mit Sicherheitsbehörden.
Laut dem Innenministerium bestehen weiterhin hohe Risiken für die nationale Sicherheit und die Gefahr terroristischer Infiltrationen. Bisher wurden über 180.000 Reisende an Häfen und Flughäfen stichprobenartig kontrolliert. Dabei wurden 31 Personen abgewiesen und sechs Personen festgenommen. Die EU-Kommission wurde über den Schritt informiert.
Die Regierung unter Giorgia Meloni hält trotz der Forderung von Pedro Sánchez nach Aufhebung der Restriktionen an den Maßnahmen fest. Spanien hatte seinerseits die Schengen-Regeln für Reisende aus Italien bis zum 7. September ausgesetzt. Die Kontrollen verdeutlichen die anhaltenden Spannungen und Sicherheitsbedenken innerhalb des Mittelmeerraums.