In Marokko finden an einem Mittwoch Parlamentswahlen statt. 7.288 Kandidaten bewerben sich um die 395 Sitze im Repräsentantenhaus, wobei 90 Mandate für Frauen reserviert sind. Aziz Akhannouch von der RNI tritt gegen Nizar Baraka und Nabil Benabdellah an.
Die Parteien werben mit Versprechen: Die PAM plant eine Million neue Jobs, während die Istiqlal-Partei Heiratszuschüsse von 460 Euro sowie monatliche Hilfen für Absolventen anbietet. Dennoch sind nur 3 bis 4 Prozent der 18- bis 24-Jährigen wahlregistriert.
Die Wahl erfolgt vor dem Hintergrund hoher Jugendarbeitslosigkeit von 34 Prozent und dem Wunsch von 55 Prozent der unter 30-Jährigen auszuwandern. Zudem rufen Aktivisten zu Protesten gegen die Normalisierung der Beziehungen zwischen Marokko und Israel auf.