Die spanische Stiftung Funcas prognostiziert einen massiven Anstieg der Zinslast für Spanien. Bis zum Jahr 2030 könnten die jährlichen Ausgaben für Zinszahlungen auf 60 Milliarden Euro steigen, was einem Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem bisherigen Niveau entspricht. Die Schulden der öffentlichen Verwaltung erreichten im Juni 1,76 Billionen Euro.
Die Berechnungen basieren auf Zinssätzen von 3,2 Prozent für langfristige und 2,2 Prozent für kurzfristige Papiere im Jahr 2025. Rund 8 Milliarden Euro der Mehrkosten entfallen auf Neuverschuldungen durch erwartete Defizite. Ein Anstieg der EZB-Zinsen um 0,5 Prozentpunkte würde die jährliche Belastung bis 2030 um weitere 3,6 Milliarden Euro erhöhen.
Die finanzielle Lage bleibt angespannt, da die Staatsverschuldung 101,5 Prozent des BIP erreicht hat. Während die Inflation im August bei 4,3 Prozent lag, stiegen die Löhne nur um 3 Prozent. Im internationalen Vergleich liegt die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen bei 3,8 Prozent, während deutsche Papiere bei 3,5 Prozent notieren.