Die Europäische Zentralbank unter Leitung von Christine Lagarde wird am 10. September 2026 voraussichtlich den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2.5 Prozent anheben. Parallel zur Zinsentscheidung plant die EZB in Frankfurt neue Prognosen zur Wirtschaftslage.
Hintergrund sind steigende Renditen für Staatsanleihen sowie erhöhte Zinslasten. OECD-Staaten zahlten zuletzt über zwei Billionen Dollar Zinsen, was 3.3 Prozent ihres BIP entspricht. Die USA weiteten zudem ihre Rückkaufprogramme für Schulden auf 6 Milliarden aus.
Die Zinsniveaus in entwickelten Volkswirtschaften erreichen Werte wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Für die Eurozone bleibt Deutschland der Maßstab, während Märkte bereits weitere Zinsschritte für Dezember 2026 und das Frühjahr 2027 prognostizieren.